RainKost - Obermühle

Eine lange Geschichte - und doch erst ganz am Anfang

Im Jahr 2015 waren wir mit unsren landwirtschaftlichen Aktivitäten an einem Punkt an dem wir uns die Frage stellen mussten: "Den nächsten Schritt gehen oder alles auf Schmalspur zurückfahren?" Just in dieser Zeit nahm eine angehende Gartenbauingenieurin Kontakt mit uns auf und gemeinsam entwickelten wir den Gedanken eine Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) in Görlitz zu etablieren. Nach einer Planungs- und Findungsphase mit vielen interessanten und freundlichen Menschen schien die Umsetzung des Projektes doch schwieriger als anfänglich gedacht. Persönliche Gründe der Gartenbauingenieurin und die Tatsache, dass unsere Freunde vom Lindenhof in Pfaffendorf auch eine SoLaWi auf den Weg brachten führten dazu, dass wir uns entschieden von diesem Gedanken Abstand zu nehmen.

Aber wie schon der alte Goethe durften auch wir in dieser Zeit folgende Erfahrung machen: 

In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um uns zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.

So haben sich, gerade nach dieser Entscheidung, einige Gespräche mit Jörg Daubner von der Obermühle Görlitz ergeben, an deren Ende die Idee stand eine Art solidarische Landwirtschaft für Gastronomen auf den Weg zu bringen. Dazu kamen Kontakte aus der Zeit der SoLaWi-Planung die über mehrere Ecken dazu führten, dass wir jetzt Teile unserer Flächen zur Verfügung stellen die von einem Gärtner und Saisonkräften bewirtschaftet werden die für die Obermühle tätig sind. Sämtliche Produkte bekommen die teilnehmenden Gastronomen die das ganze mit einer Art "Flatrate" finanzieren. Begonnen haben wir in 2018 und langsam wird die Sache rund. Mittlerweile sind es 7 Restaurants unterschiedlicher Größe und eine Schul- bzw. Kindergartenküche die damit ihre Versorgung regional und ökologisch sichern.

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