Die durchweg blaue Kartoffel Blaue Schweden und die längliche La Ratte Kartoffel waren der erste Gehversuch eine landwirtschaftliche Nische zu füllen. Erst mal nur im heimischen Garten angebaut, per Hand gelegt, gepflegt und geerntet, wollte damals das Restaurant „Salü“ mit diesen Sorten der Tageskarte ein Alleinstellungsmerkmal verpassen. Schritt für Schritt erweiterten wir die Anbaufläche, probierten verschiedene andere Sorten und mussten irgendwann erkennen, dass es ganz ohne Technik dann doch nicht mehr zu machen ist. So bauen wir mittlerweile blaue und rote Kartoffeln an sowie auch ganz normale gelb- oder weißfleischige Früh- und Spätkartoffeln. Zum in die Erde bringen habe wir eine kleine zweireihige Legemaschine, zur mechanischen Beikrautregulierung einen zweireihigen Häufelpflug und zum ernten nutzen wir einen historischen (ja das Ding ist älter als wir) einreihigen Vollernter. Kartoffelkäfer werden anfänglich per Hand abgelesen und wenn es dann doch außer Kontrolle zu geraten droht werden die Käferlarven mit dem Neembaumöl in Schach gehalten.

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